Die Höhe des Everest Base Camp
Das südliche Base Camp in Nepal gibt ein Trekkinganbieter mit etwa 5.364 m an. Die US-Gesundheitsbehörde CDC rundet auf etwa 5.400 m. Beides passt zusammen. Das Lager auf der Nordseite in Tibet liegt tiefer, die Zahlen dazu stehen auf der Tibet-Seite.
Der Kala Patthar, der Aussichtspunkt über Gorak Shep, steht im Text des Nepal Tourism Board mit 5.545 m, bei mindestens einem Veranstalter mit 5.644 m. Eine einheitliche Messung gibt es nicht, nimm solche Zahlen also als Näherung. Der Trek beginnt in Lukla auf rund 2.860 m. In etwa einer Woche steigst du mehr als 2.500 Höhenmeter auf. Deshalb zählt das Tempo des Aufstiegs mehr als deine Fitness.

Höhen entlang des Treks
Angaben von Anbietern und vom Tourism Board. Die Quellen weichen um einige Meter voneinander ab.
| Ort | Höhe | Hinweis |
|---|---|---|
| Lukla | Etwa 2.860 m | Eine Wetterstation dort steht mit 2.786 m |
| Namche Bazar | Etwa 3.440 m | Das Tourism Board rundet auf 3.500 m |
| Tengboche | Etwa 3.860 m | Kloster an der Hauptroute |
| Dingboche | Etwa 4.410 m | Ruhetag im Beispielplan |
| Lobuche | 4.910 oder 4.940 m | Zwei Anbieter, zwei Werte |
| Gorak Shep | Etwa 5.140 m | Übernachtungsort vor dem Base Camp |
| Everest Base Camp | Etwa 5.364 m | Besuch als Tagesausflug ab Gorak Shep |
| Kala Patthar | 5.545 oder 5.644 m | Aufstieg im Morgengrauen ab Gorak Shep |
Geführte Treks mit Akklimatisierungsplan
Treks zum Everest Base Camp mit eingeplanten Ruhetagen, mit aktuellen Preisen und Verfügbarkeit.
Wie schnell du aufsteigen solltest
Zwei amtliche Empfehlungen, die sich unterscheiden. Bilde keinen Mittelwert.
CDC und Wilderness Medical Society
Steigere die Schlafhöhe oberhalb von 3.000 m um höchstens etwa 500 m pro Nacht. Für jede weiteren 1.000 m kommt eine zusätzliche Nacht auf gleicher Höhe dazu. Die CDC führt das als Empfehlung der Wilderness Medical Society an.
Auswärtiges Amt
Strenger: Ab 2.000 bis 2.500 m höchstens etwa 300 m Zuwachs der Schlafhöhe pro Tag, mit einer zusätzlichen Nacht je 1.000 m. Bist du unsicher, halte dich an die vorsichtigere Zahl.
Wie der Standardplan aussieht
Mit den Höhen von oben steigt die Schlafhöhe von Namche nach Tengboche um etwa 420 m, von Tengboche nach Dingboche um rund 550 m und von Dingboche nach Lobuche um etwa 500 m. Mehrere dieser Schritte liegen über den 300 m, einer knapp über 500 m. Deshalb sind die Ruhetage in Namche und Dingboche und zusätzliche Tage bei Unwohlsein keine Kür.
Fitness schützt nicht
Gute Kondition verhindert die Höhenkrankheit nicht, und Kinder sind genauso anfällig. Ein gebuchter Plan oder ein guter Pulsoximeter-Wert ist keine medizinische Freigabe. Die CDC weist darauf hin, dass Höhenkrankheit auch bei üblichen Base-Camp-Plänen auftreten kann.
Warnzeichen und was zu tun ist
Bei Symptomen ist der Plan zweitrangig.
Frühe Zeichen
Kopfschmerz, Appetitverlust, Übelkeit, Schwindel und ungewöhnliche Müdigkeit. Steig nicht höher, solange sie anhalten. Ruh dich auf gleicher Höhe aus, sag deinem Guide und deiner Gruppe Bescheid und beobachte, ob es besser wird.
Notfallzeichen
Verwirrtheit, unsicherer Gang, Atemnot in Ruhe, schwere Erschöpfung oder jede Verschlechterung. Steig sofort in Begleitung ab und hol medizinische Hilfe. Schick die betroffene Person nicht allein hinunter.
Hilfe unterwegs
Das Tourism Board nennt einen Aidpost der Himalayan Rescue Association in Pheriche, mit Vorträgen zur Höhenkrankheit um 15 Uhr in Frühjahr und Herbst. Verlass dich nicht darauf, dass er an jedem Tag des Jahres besetzt ist. Nimm eine Versicherung mit Hubschrauberevakuierung mit, wie es das Auswärtige Amt rät. Rettung hängt vom Wetter ab, und ein Alarm kann sich verzögern.
Medikamente und dein Arzt
Diese Seite nennt keine Medikamentendosen. Sprich vor der Reise mit einer Ärztin oder einem Arzt über Höhe, deine Gesundheit und Medikamente. Jede Einnahme gehört in einen Plan, den du vorab ärztlich abstimmst.
Hinauffliegen ist keine Abkürzung
Das Auswärtige Amt rät, schnelle motorisierte Aufstiege über 3.500 m möglichst zu vermeiden. Eine kurze Helikopterlandung in der Höhe ist kein Beweis, dass sie für deinen Körper unbedenklich ist. Wenn du am selben Tag hinein- und wieder hinausfliegst, achte auf Kopfschmerz, Übelkeit und Schwindel und steig bei Beschwerden ab. Landungen im Base Camp oder auf dem Kala Patthar sind nicht garantiert. Mehr im Ratgeber zum Helikopterflug.

Plane den Rest deiner Reise
Wo die Höhe die anderen Entscheidungen prägt.
Höhe am Everest Base Camp: häufige Fragen
Wie hoch liegt das Everest Base Camp?
Das südliche Base Camp in Nepal liegt nach Anbieterangabe bei etwa 5.364 m, die CDC rundet auf etwa 5.400 m. Der touristische Standort auf der Tibet-Seite steht niedriger.
Kann ich trotz guter Fitness die Höhenkrankheit bekommen?
Ja. Fitness schützt nicht davor, und das Risiko gilt auch für Kinder. Hilfreich sind ein langsamer Aufstieg, Ruhetage und Anhalten, sobald Symptome beginnen.
Was tue ich bei Kopfschmerz in der Höhe?
Steig nicht höher, solange er anhält. Ruh dich aus, sag deinem Guide Bescheid und steig ab, wenn es schlimmer wird oder du Verwirrtheit, unsicheren Gang oder Atemnot in Ruhe bemerkst.
Welche Medikamente helfen in der Höhe?
Das klärst du vor der Reise mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Diese Seite nennt keine Dosen und gibt keine Medikamentenempfehlung.
Ist der Kala Patthar 5.545 oder 5.644 m hoch?
Beide Werte sind im Umlauf. Der Text des Tourism Board nennt 5.545 m, ein Anbieter 5.644 m. Der Unterschied ist nicht geklärt, plane also mit rund 5.500 bis 5.650 m.


